Abstrakte Kunst

Abstrakte Kunst, ein Begriff, mit dem die meisten Menschen ein paar bunte Kleckse auf einer Leinwand verbinden, nicht mehr und nicht weniger. Doch hinter diesem Begriff steckt eine ganze Menge. Das weiß auch ein junger Mann namens Felix Hünemöller aus dem Rudolf-Hildebrand-Gymnasium in Stendal.

     
     

 

Er geht in die neunte Klasse unserer Schule und eines seiner vielen Hobbies neben der Musik ist auch die Kunst, wofür er sich ebenfalls besonders begeistert. Wir, der Kunstkurs 10 von Frau Hamann, hatten am 3. April 2018 die Ehre mit ihm eine Stunde zu verbringen und uns seine verschiedenen Techniken, Werke, Tipps und Tricks zeigen zu lassen. Sogar die Schulleiterin Frau Doktor Meißner war gekommen um sich den Exkurs anzusehen und sie wurde keineswegs enttäuscht.
Mit viel Geduld und Lässigkeit erklärte Felix uns die einzelnen Schritte von der weißen Leinwand bis zum fertigen Werk, welches er vor unseren Augen nach seinen Vorstellungen gestaltete. Zuerst bestrich er die Leinwand mit Wasser, welche er anschließend mit einer dicken Schicht Farbe grundierte. Nachdem er mit einem Spachtel Farbe auf einen sogenannten Rakel auftrug, zog er die Kante des Werkzeuges mit Schwung über die Leinwand, um das gewünschte Muster zu kreieren, wie er uns erklärte. Diesen Vorgang wiederholte er mehrmals, sodass am Ende ein außergewöhnliches, individuelles Kunstwerk entstand, welches er nach seinem Vorbild Gerhard Richter anfertigte. Felix überzeugte nicht nur mit seinen künstlerischen Fähigkeiten, sondern auch mit seinem scheinbar grenzenlosen Fachwissen, dass er sich über die Jahre angeeignet hat. Schwer beeindruckt stellten wir ihm alle möglichen Fragen, die er versuchte, so gut wie möglich zu beantworten. Wir hatten „Blut geleckt“ und waren wild darauf, es selbst zu versuchen. Der Anfang war etwas holperig, doch mit der Zeit gelang es jedem von uns, ein abstraktes Kunstwerk zu schaffen. Am Ende hat es sich also gelohnt über den Tellerrand hinaus zu sehen, um dann, außerhalb des gewohnten Standards, etwas Fantastisches zu entdecken.