Johollahiti – Ab in die Berge

Nach einer 15 stündigen Busfahrt erreichten wir endlich unser Ziel – das Jochtal in Südtirol. Am nächsten Morgen klingelte um 7 Uhr der Wecker. Von wegen erholsamer Urlaub - schon nach dem Frühstück ging es mit dem Bus in unser Skigebiet. Doch bevor wir die Piste unsicher machen konnten, mussten wir noch unsere Skiausrüstung ausleihen. Eine gefühlte Ewigkeit später standen wir das erste Mal auf den Skiern, jedenfalls die meisten von uns. „Aller Anfang ist schwer“ – dass das nicht nur ein Sprichwort ist, merkten wir spätestens, als die Ersten schon im Stehen umkippten und der Rest der Anfänger den Berg rückwärts hinunterfuhr. Nachdem wir es endlich geschafft hatten, uns am Berghang aufzustellen, rangen wir nach Luft. Ganz nach dem Motto: „Übung macht den Meister“ - tasteten wir uns Meter für Meter die Anfängerpiste hinunter, doch im Laufe des Tages klappte es immer besser. Alle waren froh, als es am späten Nachmittag mit dem Bus wieder in die Pension ging. Am Ende unserer Kräfte ließen wir den Abend mit leckerer italienischer Hausmannskost ausklingen und fielen danach erschöpft in unsere Betten.

Schon früh am nächsten Tag ging es wieder ab ins Skigebiet. Mit der Gondel ließen wir die Anfängerstrecke hinter uns. Oben angekommen, wurden wir mit atemberaubenden Aussichten, strahlendem  Sonnenschein und einer großen Vielfalt an Pisten belohnt. Nach einer kurzen Einweisung der Lehrer teilten wir uns in Gruppen auf und genossen den Tag im Schnee. Unsere verdiente Mittagspause verbrachten einige in einer gemütlichen Skihütte bei Spagetti und Almdudler. Auch den folgenden Tag nutzten wir, um unseren Fahrstiel zu „perfektionieren“, denn unsere erste Leistungskontrolle stand kurz bevor. Trotz der vielen Übungen blieben spektakuläre Stürze nicht aus, selbst unsere Lehrer riss es einmal von den Skiern. Allerdings minderten die kleinen Unfälle nicht unsere gute Laune – ganz im Gegenteil.

Am Mittwoch nahmen wir eine längere Busfahrt in Kauf, um ins Skigebiet Plose zu gelangen. Dort meisterten wir unsere zweite Leistungskontrolle mit Bravour. Im Anschluss nutzten wir die Zeit, die unbekannten Pisten zu erkunden und auszuprobieren. Dabei hatten einige Mädels „leichte“ Orientierungsprobleme, doch nach einigen Telefonaten trafen wir uns wieder. Nachdem wir uns ausgetobt hatten, ging es auch schon wieder zurück zur Unterkunft.

Am letzten Skitag ließen wir es noch mal richtig krachen. Unser Können mussten wir noch einmal in den Leistungskontrollen beweisen, die restliche Zeit, die uns im Skigebiet blieb, nutzten wir, um die Pisten ohne Rücksicht auf Verluste runter zurasen. Einige von den Anfängern trauten sich sogar zum Schluss die steilen „ Schwarzen Pisten“ zu fahren.

Am Freitag ging leider schon wieder zurück nach Hause. Trotz der vielen blauen Flecken und Muskelkater blieben nur tolle Erinnerungen, wie z.B. das köstliche italienische Essen, das sonnige Wetter, die einzigartige Landschaft und vor allem der Spaß beim Skifahren. Auch wenn die Busfahrten endlos  erschienen, war die Woche für alle eine wertvolle Erfahrung, die uns als Klassenstufe enger zusammenschweißte.

Vielen Dank an unsere Sportlehrer, Herrn Köhne und Herrn Dietrich sowie die Betreuer, die sich viel Mühe mit uns gegeben haben und diesen Skikurs ermöglichten.

Karina Böning, Maria Suchanek, Moritz Ludwig